Geschichte der Emaillekunst 

 Ein paar erklärende Worte zu einem der ältesten Schmuck-Kunsthandwerke der Welt: Das Emaillieren und Emailmalen entwickelte sich sehr stark in den Epochen der Renaissance, des Barock, Rokoko sowie des Klassizismus und Jugendstils.

 

Die überragende Blütezeit erlebte die Emaille in der "Belle Epoque", in der mit Edelsteinen besetzte, libellenartige, zarte Wesen, reiche Blumenarrangements aus Gold und durchscheinende, filigrane Emaille die Schmuckstücke zu einzigartigen Kleinoden machte. Ein genialer Schmuck- und Emaillekünstler dieser Zeit war René Lalique, der das "plique à jour" - Fensteremaille - etablierte.

Eine faszinierende Vielfalt entpuppt sich unter den Augen des Betrachters, wenn er die einmaligen Kunstwerke über die Jahrhunderte hinweg vergleicht, denn dort begegnen ihm neben Ajour-Emaille, Gruben- und Körperemaille auch die Portraitmalerei en miniature. Der Reichtum an Farbe, Glanz und Form des Emailles lassen die Möglichkeit der Verwendung im Schmuckbereich ins Unendliche gehen.

 

Als weltbekannte "Kreationen der Emaillekunst" kennt jeder die herausragenden Werke des Carl Fabergé,  der die vielen Herrscherhäuser des 19. Jahrhunderts belieferte. Am häufigsten erwähnt werden in diesem Zusammenhang wohl die berühmten und unschätzbar wertvollen emaillierten "Ostereier" für den damaligen Zaren Alexander III.

 

Ausstellungen und Informatives:

Filmdokumente zur Geschichte der Schmuckmanufaktur in Pforzheim können Sie auch im Deutschen Technikmuseum in Berlin finden.

Berufe wie das Hohlprägen oder auch Emaillieren werden so filmisch vor dem Vergessen bewahrt. Dieser Film über das Emaillieren ist in dem Atelier von Christel Stierle in Kämpfelbach entstanden. Sie ist bei diversen Sonderveranstaltungen vor Ort.